chicagoans

chicagoans

28:32 min I usa/de – 2021
experimental documentary

Chicago, USA. Die Metropolregion von fast 10 Millionen Menschen, einst mit den ersten Hochhäusern und dem größtem industriellen Schlachthausviertel weltweit, sie präsentiert sich heute als die „City of Neighborhoods“ – entsprechend kleinteiliger lokaler Unterscheidung nach Herkunft und Beruf ihrer Immigranten.

Acht weibliche Stimmen, junge und alte, erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen mit Gentrifizierung, Sexismus und Rassismus in Chicago. Sie stammen aus unterschiedlichen Kulturen und Ethnien – Polen, African American, Mexico, Philippinen, Niederlande, Italien, Schottland, Vietnam – sei es mit Generationen zurückreichender Geschichte in dieser Stadt oder als neu Angekommene.

Ihre Lebensgeschichten verbinden sich durch wiederhallende Muster und wiederholte Themen – verweben sich mit allen unverwechselbaren Eigenschaften jeder Betonung, jedes Rhythmus, jeder Erfahrung der Sprechenden.

Visuell gleiten Bilder in hypnotischem Strom, beginnend mit einer Vogelperspektive auf Chicagos riesige, scheinbar unendliche Ausuferung: In den strikten rechtwinkligen Rastern von Strassen mit ihren vertikalen Potenzierungen durch die dicht an dicht platzierten Hochhäuser. Eine urbane Verdichtung von orthogonalen Strukturen schwebt zwischen Alptraum und Schönheit – ein gesteigertes Hören kann entstehen – in Verbindung zu den Sprechenden. (Claudia Reiche)

Dulce M. Diaz
Lisa Jenschke
Heather La Riviere
Dorothy Pytel
Kamilah Rashied
Juanita Salvador-Burris
Eileen Truong
Mary A Young

dramaturgische Beratung /Text Claudia Reiche

Dank an
Megha Ralapati, Michael Kress, Ariel Gentalen, Claudia Reiche, Allison Cochrane, Betty Brewer, Jörn Staeger

Jackman Goldwasser Residency at the HydeParkArtCenter, Chicago