meiofaunameiofauna

meiofauna paradox

Das Video widmet sich einem noch weitgehend unbekannten, sehr dicht besiedelten Lebensraums in den Lücken zwischen den Sandkörnern, oft an der Grenze von Meer und Land, Wasser und Luft. Was sich in einer Handvoll Sediment an Millionen kleinster Tiere, ist an Artenreichtum und Eigentümlichkeit kaum zu fassen – jahrmillionenalt und wenig erforscht. Beim Strandaufenthalt laufen wir meist ohne Wissen durch diese Lebensgemeinschaft, die die Lücken zwischen den nassen Sandkörnern – überall auf der Welt -– in Bewegung hält. Ein Rätsel bislang, vielfach als Paradoxon bezeichnet: wie konnten so winzige Tiere mit gleichen Arten so weit entfernte Gebiete bevölkern? Mikroskopische Aufnahmen verwischen Größenverhältnisse und Relationen, die Augen können auch durch die Sandkörner und die bewohnenden Tiere flanieren, bis nicht mehr ganz so sicher sein dürfte, was groß, was klein ist, ob wir sehr Nahes oder sehr Entferntes sehen. Sphärische Musik verstärkt den Eindruck eines Spaziergangs zwischen Planeten, bevölkert von Aliens, denen wir vielleicht ähnlich wären.

Kamera und Schnitt: Doro Carl
Musik von Ron Henseler und Peter Imig
fachliche Beratung durch Werner Armonies

Dank an Dr. Alexander Fabig, Prof. Karsten Reise

gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien
mit freundlicher Unterstützung von AWI Wattenmeerstation Sylt, Leica Mikrosysteme Vertrieb GmbH

Uraufführung am Mittwoch 31. August 20:30 Uhr I
Samstag 3. September 20:00 Uhr I
im Strandkorbkino bei Dock 13 I Övelgönne Hamburg
in Kooperation mit FUTUR VI – Festival für Performance und Film

Einführung von Dr. Claudia Reiche • Videobeitrag von Prof. Dr. Susanne Heise